Turnierberichte & Ergebnisse
Die Schacholympiade aus Sicht eines Volunteers
von Martin SchmachtEin Blick hinter die Kulissen, Teil 2
Am 25.11 ist die Schacholympiade zu Ende gegangen. Grund genug, noch mal ein Resümee zu ziehen.
Aus sportlicher Sicht ist die Schacholympiade ein Erfolg geworden. Noch nie gab es ein so stark besetztes Teilnehmerfeld, noch nie war es bis in letzter Sekunde so spannend.
Vor der letzten Runde konnten im Open noch China, Israel, Ukraine und Armenien Olympiade-Sieger werden. Bei den Damen hatten Serbien, Georgien, Ukraine und Polen noch diese Chance. Interessant dabei ist, das die beide russischen Mannschaften nicht dazugehörten.
Bei den Deutschen war vor der letzten Runde Ernüchterung eingekehrt. Die Damen Deutschland 1 kämpften in der letzten Runde nur noch um ein Ergebnis in den Top 20. Die Herren Deutschland 1 kämpften nach tollen Turnierstart nur noch um ein Ergebnis in den Top 10. Nach dem 2:2 gegen Russland folgten noch ein genauso beachtenswertes 2:2 gegen die Ukraine und ein 2,5:1,5 gegen Rumänien, doch nach anschließenden Niederlagen gegen Israel und den USA und einem Unentschieden gegen Polen waren die Deutschen in dem sehr ausgeglichen Feld auf Platz 18 abgerutscht.
Beide Topteams der Deutschen gewannen zwar die letzte Runde, sind aber mit ihren 13. bzw. 21. Platz wohl nicht ganz zufrieden.
Die letzte Runde zeigte noch die ein oder andere Überraschung. Das bei dem Damen Georgien nach ihrem Sieg gegen Serbien an der Ukraine vorbeizieht und Gold holt, war so eine. Die USA holte sich mit einem Sieg gegen Frankreich die Bronzemedaille. Für die tapfer kämpfenden Polinnen, welche vor der letzten Runde noch in Führung gelegen hatten, reichte es nach der Niederlage gegen die Ukraine leider nur noch zum 5. Rang hinter Russland.
Eine noch größere Überraschung im Open war hohe Sieg der USA gegen die Ukraine, welche sich damit den Bronze-Rang sicherte. Israel gewann wie erwartet gegen die Niederlande und sicherte sich Silber. Im Topduell führte Armenien gegen China ziemlich schnell mit 2:0 und konnte am Ende mit 2,5:1,5 entscheiden. Damit konnten die Armenier ihren Titel verteidigen.
Bei den Deutschen war vor der letzten Runde Ernüchterung eingekehrt. Die Damen Deutschland 1 kämpften in der letzten Runde nur noch um ein Ergebnis in den Top 20. Die Herren Deutschland 1 kämpften nach tollen Turnierstart nur noch um ein Ergebnis in den Top 10. Nach dem 2:2 gegen Russland folgten noch ein genauso beachtenswertes 2:2 gegen die Ukraine und ein 2,5:1,5 gegen Rumänien, doch nach anschließenden Niederlagen gegen Israel und den USA und einem Unentschieden gegen Polen waren die Deutschen in dem sehr ausgeglichen Feld auf Platz 18 abgerutscht.
Beide Topteams der Deutschen gewannen zwar die letzte Runde, sind aber mit ihren 13. bzw. 21. Platz wohl nicht ganz zufrieden.
Die letzte Runde zeigte noch die ein oder andere Überraschung. Das bei dem Damen Georgien nach ihrem Sieg gegen Serbien an der Ukraine vorbeizieht und Gold holt, war so eine. Die USA holte sich mit einem Sieg gegen Frankreich die Bronzemedaille. Für die tapfer kämpfenden Polinnen, welche vor der letzten Runde noch in Führung gelegen hatten, reichte es nach der Niederlage gegen die Ukraine leider nur noch zum 5. Rang hinter Russland.
Eine noch größere Überraschung im Open war hohe Sieg der USA gegen die Ukraine, welche sich damit den Bronze-Rang sicherte. Israel gewann wie erwartet gegen die Niederlande und sicherte sich Silber. Im Topduell führte Armenien gegen China ziemlich schnell mit 2:0 und konnte am Ende mit 2,5:1,5 entscheiden. Damit konnten die Armenier ihren Titel verteidigen.
Der Blick hinter die Kulissen fällt im Vergleich zu meinen ersten Artikel eher klein aus. Die Runden liefen aus technischer Sicht reibungslos und so konnten wir die Partien wieder am Rechner in unserem Büro verfolgen. In den letzten 3 Runden leider nicht mehr so oft, denn wir mussten anhand der Partieformulare überprüfen, ob die Partieverläufe in den PGN-Dateien übereinstimmen. Immer wieder kam es vor, dass die Schiedsrichter nach Beenden der Partie Fehler machten und so der letzte Zug auf elektronischen Wege falsch aufgezeichnet wurde.
Ansonsten hat sich im Vergleich zu den vorhergehenden Runden nicht viel verändert und so bleibt mir nur noch, vom Abbau zu schreiben. Dieser begann schon am Dienstag Abend nach der letzten Runde. Bretter, Figuren und Uhren wurden eingepackt, Tische weggeräumt und Stühle für die Siegerehrung hingestellt. Bis auf die Werbung der Sponsoren erinnerte wenige Stunden nach Ende der ersten Runde nichts mehr an die Schacholympiade.
Ansonsten hat sich im Vergleich zu den vorhergehenden Runden nicht viel verändert und so bleibt mir nur noch, vom Abbau zu schreiben. Dieser begann schon am Dienstag Abend nach der letzten Runde. Bretter, Figuren und Uhren wurden eingepackt, Tische weggeräumt und Stühle für die Siegerehrung hingestellt. Bis auf die Werbung der Sponsoren erinnerte wenige Stunden nach Ende der ersten Runde nichts mehr an die Schacholympiade.
Die Siegerehrung habe ich natürlich auch verfolgt, genauso wie viele Volunteers, Teilnehmer, und Organisatoren. Sogar der armenische Staatspräsident war da, um sein Team zum Erfolg zu gratulieren.
Die Siegerehrung begann mit dem kulturellen Teil, welche zu erst durch die Trommler aus der Eröffnungsfeier eingeleitet wurde, anschließend eine Ballettaufführung von der Gret-Pallucca-Schule zeigte und schließlich mit einer russischen Volklore-Band aus Chanti Mansisk, den Austragungsort der Schacholympiade 2010, ausklang.
Danach leitete u.a. Susan Polgar durch die Siegerehrung, welche durch die vielen Preiskategorien einige Zeit in Anspruch nahm.
Abschließend erwarteten alle die Hymnen der Siegerländer, besonders natürlich die Sieger. Doch dafür war wohl keine Zeit mehr, denn schließlich musste noch die Flagge der FIDE an den Bürgermeister von Chanti Mansisk überreicht werden. Oder konnte man die Hymnen nicht abspielen, weil die Tonbänder fehlten? Jedenfalls fielen die Hymnen aus.
Die Siegerehrung begann mit dem kulturellen Teil, welche zu erst durch die Trommler aus der Eröffnungsfeier eingeleitet wurde, anschließend eine Ballettaufführung von der Gret-Pallucca-Schule zeigte und schließlich mit einer russischen Volklore-Band aus Chanti Mansisk, den Austragungsort der Schacholympiade 2010, ausklang.
Danach leitete u.a. Susan Polgar durch die Siegerehrung, welche durch die vielen Preiskategorien einige Zeit in Anspruch nahm.
Abschließend erwarteten alle die Hymnen der Siegerländer, besonders natürlich die Sieger. Doch dafür war wohl keine Zeit mehr, denn schließlich musste noch die Flagge der FIDE an den Bürgermeister von Chanti Mansisk überreicht werden. Oder konnte man die Hymnen nicht abspielen, weil die Tonbänder fehlten? Jedenfalls fielen die Hymnen aus.
Nach der Siegerehrung wurden alle Teilnehmer an der Schacholympiade, egal in welcher Position sie teilnahmen, in die World of Chess in das Rathaus Dresden eingeladen. Auch wenn die Abschlussparty erst 22:00 Uhr begann, waren alle sehr ausgelassen. Diese Ausgelassenheit war wohl auch mit der abfallenden Last für Organisatoren, Offizielle, Volunteers und natürlich den Spielern, aber hauptsächlich, so denke ich, in tollen kostenlosen Speisen und Freibier begründet.
Alle Volunteers bekamen zum Dank für ihren Einsatz noch kleine Geschenke überreicht. Meine Kollegen beschenkten sich dazu noch selbst und holten sich ein Foto und Autogramm vom ausgelassen Karpov. Doch nicht nur er war da, sondern auch Kramnik, Nigel Short, David Baramidze und vieler andere.
Alle Volunteers bekamen zum Dank für ihren Einsatz noch kleine Geschenke überreicht. Meine Kollegen beschenkten sich dazu noch selbst und holten sich ein Foto und Autogramm vom ausgelassen Karpov. Doch nicht nur er war da, sondern auch Kramnik, Nigel Short, David Baramidze und vieler andere.
Erst im nachhinein wird mir klar, dass diese Olympiade in Dresden für viele Jahre oder sogar lebenslang das größte schachliche Erlebnis für mich gewesen sein wird. Aber niemand weiß das genau, vielleicht ist die Schacholympiade bald wieder in Dresden. Istanbul wird 2012 nach 2000 seine 2. Schacholympiade ausrichten.
